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Ein britischer Komponist namens Benjamin Britten (1913-76)
sagte einst:
„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald
man aufhört, treibt man zurück.“
Dieses Zitat verdeutlicht
einen Aspekt des Lernens sehr deutlich: es lohnt sich nicht,
nur für eine Prüfung zu lernen! Man sollte ständig lernen
und zwar für sein eigenes Leben. Vielen von euch macht das
Lernen keinen Spaß. Manchmal denkt ihr vielleicht auch, dass
es sinnlos ist. Aber was wäre, wenn ihr z.B. nie gelernt
hättet zu laufen oder zu sprechen? Solche schönen Dinge wie
Witze erzählen oder Tanzen wären für euch unmöglich.
Manchmal ist es nicht gleich ersichtlich, wofür ihr das
Wissen braucht, aber lasst euch dadurch nicht entmutigen.
Wissen ist nie sinnlos! Der Folgende Artikel hält einige
Tipps bereit, die euch das Lernen erleichtern
sollen.
Die Lernumgebung spielt dabei eine große Rolle. Der
Arbeitsplatz sollte geräumig, gut ausgeleuchtet und
aufgeräumt sein. Nur mit dieser Grundlage ist es möglich
effektiv zu lernen. Achtet beim Lernen auch darauf, dass ihr
genügend Pausen einlegt. In der Regel solltet ihr nach
jeweils 45 Minuten für
5 – 10 Minuten Pause machen. Nutzt
diese Pausen, um euch abzulenken und zu entspannen.
Bei
eurem Arbeitsplatz solltet ihr darauf achten, dass ihr
ungestört seid und eure Ruhe habt. Greift im Notfall auf
Ohrstöpsel zurück. Ein weiterer wichtiger Punkt, der euch beim Lernen sehr
hilfreich sein kann ist das Bücher lesen. Dabei spielt es
keine Rolle, um welche Art von Büchern es sich handelt. Ob
Horrorbuch oder Liebesroman – Lesen fördert in jedem Fall
die Lesegeschwindigkeit. Durch das Beschäftigen mit den
Büchern steigert ihr euer Auffassungsvermögen und ihr könnt
Texte schneller verstehen. Zusätzlich schärft das Lesen auch
euren Blick für wichtige Textstellen und verbessert
Ausdruck, Recht-schreibung und Grammatik. Besonders viel Freude macht das Lernen, wenn ihr
verschiedene Medien nutzt. Nicht nur Bücher sind äußerst
aufschlussreich, sondern auch Filme, Musik oder das
Internet. Auch Wissenssendungen wie „Löwenzahn“ oder
„Clever“ dienen nicht nur zur Unterhaltung, sondern
erweitern auch euer Wissen.
Um den Lernstoff effektiv zu lernen, solltet ihr euch klar
machen, wo dieses Wissen bzw. Thema Anwendung findet. Ihr
müsst euch deutlich machen, dass das Thema wichtig ist für
euch ist und nicht sinnlos. Dinge, die uns sinnlos
erscheinen, nehmen wir nur schwach bzw. gar nicht in unser
Gedächtnis auf. Niemandem macht es Spaß etwas zu lernen, was
man „vielleicht nie wieder braucht“.
Wenn wir nicht verstehen, warum der Unterrichtsstoff wichtig
für uns ist, fehlt die Motivation und man kommt nur sehr
langsam mit dem Lernen voran.
Es ist sehr wichtig, einen Sachverhalt zu verstehen, um euch
später daran zu erinnern. Wenn ihr Schwierigkeiten dabei
habt, dann fragt bzw. denkt so lange nach, bis ihr es
wirklich verstanden habt.
Ihr solltet auch das Gelernte immer und immer wieder
wiederholen, damit euch die Zusammenhänge klar werden. Der
Unterrichtsstoff sollte auch nach einer Klausur regelmäßig
wiederholt werden, damit euch das Gelernte auch dauerhaft im
Gedächtnis bleibt.
Sehr wichtig für euch ist auch, dass ihr das Gelernte
praktisch anwendet z.B. in Übungen. Stellt euch Aufgaben
oder überlegt euch Problemfälle, die euch selbst betreffen.
Ihr merkt dadurch schnell, wie wichtig das zu lernende Thema
für euren Alltag ist.
Vielen Schülern hilft es auch das Gelernte auf Karteikarten
zu schreiben und mit eigenen Zeichnungen zu versehen. Auch
selbst geschriebene Zusammenfassungen des Unterrichtsstoffes
leisten einen großen Beitrag für eure Lernziele. Schreibt
die Zusammenfassungen am besten direkt nach dem Schultag
oder am Wochenende. Dadurch könnt ihr alles noch einmal
wiederholen, versuchen zu verstehen und euch die
Zusammenhänge klar machen. Zusätzlich helfen
Zusammenfassungen noch beim Lernen für Prüfungen. Sie
bestehen nur aus wenigen Seiten. Dadurch kommt euch der
Lernstoff nicht so viel vor, was wiederum Motivation
schafft.
Eine weitere Methode ist es, einen Glossar mit Fachbegriffen
anzufertigen, die man nicht verstanden hat und regelmäßig
wie Vokabeln wiederholt. Das Wiederholen zu zweit ist
besonders effektiv und macht dazu noch viel mehr Spaß – ihr
könnt euch so gegenseitig vorantreiben und motivieren.
Visualisierung spielt für unser Gehirn eine große Rolle.
Versucht deswegen mit Bildern und Skizzen zu arbeiten. Das
kann unser Gehirn am besten verarbeiten und wir merken es
uns dadurch leichter.
Nehmt euch Zeit beim Arbeiten mit Texten. Arbeitet die Texte
mehrmals durch. Unterstreicht oder markiert dabei wichtige
Passagen und macht euch Randnotizen. So könnt ihr schneller
die wichtigsten Aspekte eines Textes erfassen.
Hilfreich ist es auch, Bezüge zu bereits Gelerntem
herstellen. Und wenn ihr merkt, dass ihr irgendwo eine
Wissenslücke habt, dann ignoriert sie nicht, sondern
versucht sie so schnell wie möglich zu stopfen, denn diese
„kleine“ Wissenslücke kann euch später noch hinderlich beim
Verstehen von bestimmten Zusammenhängen sein. Ihr solltet immer wieder Fragen, wenn ihr etwas nicht
verstanden habt – frei nach dem Sprichwort: „Es gibt keine
dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten!“. Besser ist es
jedoch, zu versuchen, sich die Fragen selbst zu beantworten.
Sachverhalte, die man sich selbst erarbeitet hat, behält man
länger im Gedächtnis und man kann so auch Zusammenhänge
besser verstehen
Beim Lernen für Prüfungen ist es besonders hilfreich, mit
jemandem laut über das Thema zu reden. Wenn niemand da ist,
der euch zuhört, dann könnt ihr auch mit euch selbst reden.
(Auch wenn das am Anfang vielleicht etwas merkwürdig klingt
– ihr glaubt gar nicht, wie viele Schüler diese Methode
erfolgreich zum Lernen einsetzen!) Am besten ist es jedoch,
jemandem das Gelernte zu erklären oder sich selbst. Dieser
Schritt hilft dabei, das Gelernte zu verinnerlichen und
zeigt auch, wo noch Nachholbedarf ist.
Vergesst aber vor lauter Lernen nicht das Trinken! Viel
Trinken ist wichtig, denn ein ausgetrocknetes Gehirn ist
nicht mehr so leistungsfähig. Auch Schlaf ist für das Gehirn
und euren Körper wichtig. Müdigkeit und Erschöpfung
schränken eure Aufnahmefähigkeit stark ein und lassen das
Lernen nur sehr schleppend voran gehen. Das Erlernte wird
dadurch meist sehr schnell wieder vergessen oder gar nicht
erst aufgenommen. |